Die Ernährungsgrundlage sichern

Die harte körperliche Arbeit ist für die Frauen schwer.

Die harte körperliche Arbeit ist für die Frauen schwer.

Die Landwirtschaft ist ein wichtiges Standbein des Projekts. Die Frauen bauen auf dem Gelände Gemüse und Obst an. Die Bodenfruchtbarkeit erhalten sie mit Mist und Kompost, Pestizide kommen keine zum Einsatz. Die Erträge sichern die Grundversorgung der Frauen und Kinder im Projekt. Überschüsse verkaufen die Frauen auf dem Markt verkauft. Mit dem Geld können sie zum Beispiel neues Saatgut kaufen. Die Qualität der Produkte ist inzwischen in der Stadt weithin bekannt, so dass die Frauen keine Absatzprobleme kennen.

Durch den Neubau des Sozialen Zentrums 2014 hat sich die Anbaufläche stark reduziert. Der Vorstand des AFPD beschloss daher vor zwei Jahren den Zukauf einer landwirtschaftlichen Fläche. Der neue Acker befindet sich außerhalb der Stadt.  Die Frauen legen die etwa zehn Kilometer dorthin mit Fahrrädern bzw. auf dem Mofa zurück. Weil der Weg weit ist, schlafen während der Hauptsaison auch einige der Frauen vor Ort.

In 2014 waren die Frauen vor allem damit beschäftigt, die ehemalige Rodungsfläche urbar zu machen. Es mussten Büsche und Baumstümpfe entfernt werden. Für diese harte Arbeit haben die Frauen Hilfskräfte beschäftigt. Das trägt zur Wertschöpfung innerhalb der Gemeinde bei.

In 2015 konnten erste Feldfrüchte geerntet werden, für 2016 wird eine gute Ernte erwartet.

  

Der Brunnen ist fertig: Endlich sauberes Trinkwasser

Pünktlich zum 31. Dezember war alles fertig. Damit haben die Frauen ein Mammutprojekt gestemmt und erneut bewiesen, wie tatkräftig, verantwortlich und zuverlässig sie arbeiten.

Mit dem neuen Brunnen haben rund 500 Familien sauberes Trinkwasser. Insgesamt profitieren rund 4.200 Menschen davon. Das Projekt hat für die Gemeinschaft darüber hinaus Bedeutung. Denn durch die Zusammenarbeit der Kommune Makiso ist der AFPD jetzt überall bekannt, der Bau des Brunnens hat Vorbildcharakter  über die Region hinaus.

Die Nachhaltigkeit des Projekts sichern verschiedene Maßnahmen: Grundsätzlich muss jeder, der dort Wasser holt eine Hygieneschulung absolvieren. Jede Familie zahlt pro Monat einen Dollar für die Trinkwasserentnahme. Das aus Gemeindevertretern und Mitgliedern des AFPD  gebildete Wasserkomitee verwaltet die Gelder und setzt sie für Instandhaltung und Reparaturen ein.

Die Hüter der Quelle

Die Hüter der Quelle

Ein eigens gegründetes Wasserkomitee kümmert sich um alle Belange rund um die Wasserquelle. Das Gremium setzt sich paritätisch aus Mitgliedern des AFPD und Vertretern der Kommune Makiso zusammen. Die Partner haben einen offiziellen Vertrag geschlossen. Alle Mitglieder nehmen regelmäßig an Hygiene-Schulungen und Ausbildungen in Sachen Wassermanagement teil. Die Mitglieder des Wasserkomitees fungieren auch als Mittler, sie unterweisen Kinder und Erwachsene in  Hygiene bezüglich der Wasserentnahme. Und sie verwalten  die Einnahmen, führen darüber Buch und können Instandhaltungsarbeiten/Reparaturen beschließen

Projekt Sauberes Trinkwasser

 

 

 

Seit drei Jahren arbeiten wir daran, das Geld für den Bau eines Trinkwasserbrunnens auf dem Vereinsgelände des AFPD aufzubringen. Im Frühjahr 2015 erhielten wir schließlich den Bescheid des Bundesentwicklungs-hilfeministeriums. Deutschland unterstützt das Projekt mit 18.000 Euro. Insgesamt ist die Maßnahme auf 24.000 Euro projektiert. 1.400 Euro steuert der AFPD selbst bei, in Form von Eigenleistungen. Das kann beispielsweise die Verpflegung der Arbeiterinnen und Arbeiter sein oder eine Unterstützung der Bauarbeiten, beispielsweise das Anlegen von Gräben für die Verlegung der Frisch- und Abwasserrohre.

Die erste Tranche – 10.000 Euro – hat unser Verein Anfang April überwiesen. Die Arbeiten wurden umgehend begonnen. Alles läuft planmäßig – die Quelle soll Anfang 2016 in Betrieb genommen werden.

 

Das beauftragte Architektenbüro hat viel Erfahrung im Brunnenbau.
Die Quelle wird massiv eingefasst und ist so vor Fremdeinträgen
geschützt.

 

Es werden pro Tag um 4.000 Menschen an der Quelle Wasser holen. Um den Trinkwasserbrunnen zu schützen, wird ein Gebäude errichtet.

 

 

 

 

 

Einzug ins neue Haus

Das Dach ist fertig, die Außenwände sind verputzt, Fenster und Türen eingebaut. Im September zogen Frauen und Kinder in das neue soziale Zentrum ein. Insgesamt neun Räume bieten Platz für Unterrichts- und Arbeitsräume, Speisesaal, Schlafräume und sanitäre Einrichtungen. Das neue Gebäude bietet viele Möglichkeiten und bietet Frauen und Kindern eine menschenwürdige Unterkunft.

Das neue Schulgebäude

Das neue Schulgebäude

Das Soziale Zentrum ist (fast) fertig

Das Dach ist endlich dicht, die Fassade ist teilweise verputzt und Schulunterricht finden auch schon darin statt. Fenster und Türen fehlen noch, die sind aber schon in Auftrag gegeben. Dass es nicht schneller vorangeht, liegt vor allem auch am Rohstoffmangel auf den Märkten. Und an der Infrastruktur.

Der provisorische Klassenraum

Transport der Materialien vom Markt

Das Dach ist endlich fertig!