Ein Blick ins Klassenzimmer

Sechs Schüler, eine Lehrerin, das ist intensiver Unterricht. Hier bekommen die Jugendlichen, die die weiterführende Schule besuchen extra Stunden.

Die Schüler finden kein Ende und diskutieren nach Unterrichtsschluss weiter. Eine höhere Schule besuchen zu können ist im Kongo etwas Besonderes. Die Schulen sind teuer und eine staatliche Förderung gibt es nicht.

 

 

 

Sportunterricht für Groß und Klein

Sport ist auch im Kongo ein Unterrichtsfach. Hier sind die Kleinsten zu sehen. Josef ganz vorne in der Jeans und Ringelshirt ist das jüngste Waisenkind im Projekt.

 

 

 

Landwirtschaftlicher Unterricht auf dem Feld

Zu den regelmäßigen Fortbildungen der Frauen gehören vor allem Kurse in Landwirtschaft. Dafür gibt es in der Stadt eine Akademie, der AFPD gehört zu den Gründungsmitgliedern. Dort unterrichten etwa Professoren der Universität von Kisangani. Außerdem sind Experten des Belgischen Technischen Hilfswerks CTB vor Ort, die die Frauen von denen die Frauen ebenfalls lernen. Schwerpunkt sind ökologische Methoden, die gute Ernten fördern. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Die Böden im Kongo sind fruchtbar und die Frauen setzen keine Chemie ein. Selbst wenn es sehr heiß ist – meist um 40 Grad Celcius – regnet es regelmäßig. Ziel ist es, die Fruchtbarkeit der Erde zu erhalten. Eine Wissenschaft für sich sind die Eigenschaften der vielen hier vorkommenden unterschiedlichen Erden, die für optimale Ergebnisse miteinander gemischt werden.

Auf den Feldern der Frauen wachsen keine Monokulturen, sondern ein wildes Nebeneinander von abwechslungsreichen Mischkulturen mit Mais, Maniok, Bohnen, weiteren Gemüsen und verschiedenen Früchten. Neu hinzugekommen sind Kakao, Papaya, Orangen und Kaffee. Diese Luxusprodukte sind auch im Kongo begehrt.

 

 

 

 

Neue Medikamente und eine Geburt in der Krankenstation

Dank einer Arzneimittelspende konnten wir wieder etliche Schachteln Antibiotika und Schmerzmittel per Flugzeug nach Kisangani schicken. Mitgeschickt haben wir außerdem jede Menge abgelegte Brillen (eine Spende einer Augenklinik), medizinische Berufskleidung, von der auch das Klinikpersonal profitiert, sowie Flüssignahrung. Hier zeigte sich mal wieder, wie gut die Verbindungen Belgien – Kongo noch immer funktionieren. Philippe gibt solche Sendungen immer in Brüssel auf. Das klappt schnell und zuverlässig.

Nun haben uns die Frauen Fotos geschickt. Dabei waren auch Bilder einer jungen Mama, die ihr Baby im Krankenzimmer des Sozialen Zentrums bekommen hat. Das ist für uns auch ein freudiges Ereignis, zeigt es doch, dass die medizinische Versorgung funktioniert. Mittlerweile gibt es ein festes Team um den Arzt Dr. Jean, das im Krankenhaus und im Sozialen Zentrum der AFPD arbeitet. Und Jolie, eine der Jugendlichen, die dank Fördermitteln aus Deutschland eine höhere Schule besucht, macht gerade ihr Praktikum in der Krankenstation.

Mutter und Kind sind wohlauf.

 

 

 

Das Team um den Arzt Dr. Jean, in der Mitte Jolie, die ein Praktikum absolviert.

 

 

 

 

 

 

Die Krankenschwestern Charlotte und Melanie freuen sich über die neuen Blusen und Kittel aus Deutschland.

 

 

 

 

 

Madame Monique, die zweite Vorsitzende des AFPD sortiert die Medikamentenlieferung in die Apotheke ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Krankenzimmer für die erste Hilfe

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Zur Ausstattung gehören einfache medizinische Geräte wie dieses Mikroskop.

Malaria, Blaseninfektionen, Magen-Darm-Erkrankungen und vor allem Durchfall gehören zu den häufigsten Krankheiten im Kongo. Und natürlich auch Alltagsprobleme wie Wunden, Kopfschmerzen oder Knochenbrüche. Eine Krankenversicherung gibt es nicht im Kongo. Und Krankenhäuser sind nicht so, wie wir uns das vielleicht vorstellen. Es gibt weder Essen noch Bettzeug, dafür müssen Freunde oder Verwandte sorgen. Und auch Medikamente sind oftmals nicht zu bekommen, häufig kursieren Fälschungen, die im besten Fall unwirksam sind.

Um für die Frauen und Kinder im Projekt sowie Einwohner der Gemeinde Makiso ärztliche Hilfe zu organisieren, haben die Frauen 2016 den Bau von zwei Krankenzimmern geplant. Die Arbeiten starteten im Frühjahr. Die Fertigstellung verzögerte sich, auch weil das Gesundheitsamt besondere Anforderungen an die Entsorgung kontaminierter Abfälle bzw. Abwässer stellte.  Doch auch hier bewiesen die Frauen Stärke und Handlungsfähigkeit. Das erste Zimmer ist fertig, seit Herbst können hier nun Patienten behandelt werden. Der AFPD hat einen Partnerschaftsvertrag mit dem Krankenhaus La Trinité geschlossen. Dr. Jean Moba und sein Assistent Bota kommen zu festen Zeiten ins Projekt. Für ihre Arbeit werden sie zum Teil in Naturalien bezahlt.

Zum Team gehört auch die Krankenschwester Emilie. Die junge Frau ist Waise und im Projekt aufgewachsen, der auch ihre Ausbildung bezahlt hat. Jetzt leistet sie als Ausgleich dort zwei Pflichtjahre ab. Judith, die nicht nur ausgebildete Lehrerin, sondern auch gelernte Krankenschwester ist, unterstützt die drei bei Bedarf.

Einfach, aber bewährt: Sterilisation von medizinischen Geräten.

Einfach, aber bewährt: Sterilisation von medizinischen Geräten.

Gespendet aus Deutschland: Wirksame Antibiotika und Schmerzmittel

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