Eine freudige Nachricht: 5.000 Euro aus dem Hand-in-Hand-Fonds

Vom ersten Jahr der Kisanga-Gründung bis heute gehört das Rapunzel Hand in Hand Fairhandelsprogramm (HIH-Fonds) zu unseren wichtigsten Unterstützern. Wir haben von Beginn an jedes Jahr Geld für unser Mutter-Kind-Projekt in Kisangani bekommen. Es ist eine schnelle, unbürokratische und direkte Förderung. Ohne diese Unterstützung hätten die Frauen das Projekt nach der Cholera-Katastrophe, als alle Tiere getötet werden mussten, nicht mehr aufbauen können. Wir haben uns auch dieses Jahr im Herbst wieder um Fördermittel beworben – und diese Woche die Zusage für 5.000 Euro bekommen! Damit können die Frauen dringend benötigte Geräte für die Landwirtschaft sowie Saatgut, Muttersauen und Jungfische kaufen. Außerdem unterstützt das Geld den Bau der geplanten Krankenzimmer und die Ausbildung von Erste-Hilfe-Kräfte. Weiterhin hilft es bei der Anschaffung von Schulmaterialien und der Errichtung von Schulgebühren.

Hintergrund: Der Fonds entstand vor achtzehn Jahren durch die Initiative des Allgäuer Naturkostunternehmens Rapunzel (www.rapunzel.de). Das Unternehmen bezieht sehr viele Rohstoffe, etwa Kakao, Tee und Kaffee aus so genannten Entwicklungsländern. Das firmeneigene Hand in Hand-Siegel findet sich auf allen Rapunzel Produkten, deren Rohstoffe zu mehr als 50 {e68e3c79782a0ce0b699015debc1605652b95b85aba261abcc1eede94f35396f} von HIH-Partnern stammen, also fair gehandelt werden. Knapp 90 Rapunzel Produkte tragen das HIH-Siegel. Mit dem Kauf dieser Produkte fließt automatisch ein Prozent des Einkaufswertes in den HIH-Fonds. Damit werden  ökologische und soziale Projekten in Asien, Lateinamerika und Afrika unterstützt. Zu den Förderprojekten gehören u.a. der Ausbau von Schulen, Frauenprojekte, Herstellung von genfreiem Saatgut, Zugang zu sauberem Trinkwasser – das sind nur einige Beispiele. Für diese Entwicklungsarbeit arbeitet das Unternehmen Rapunzel mit dem Umweltschutzverein Deutsche Umwelthilfe eng zusammen. Seit 1998 flossen rund eine Million Euro in 232 Projekte in mehr als 50 Ländern. 2016 lag die Fördersumme bei der Rekordsumme von 160.000 Euro.hih_fonds_logo_2013_4c

Ein wichtiges Merkmal des Förderkonzepts: Es wird großer Wert auf das Zusammenspiel von Bildung, ökologischen und sozialen Verbesserungen gelegt. Zudem sollen Projekte gefördert werden, die über das unmittelbare Ziel hinaus die Selbstverantwortung ziviler Gesellschaften stärken.

Kisanga und die Frauen des AFPD sagen Dankeschön!

 

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Kinder im Projekt: Begabtenförderung

Die Grundschule im Projekt besuchen derzeit rund 35 Kinder. Die dort erlangten Bildungsabschlüsse sind in der Stadt anerkannt, so dass die Kleinen nach der Grundschule auch berufsbildende Schulen besuchen können. Nach ihrer Ausbildung zum Schreiner, Maurer, zur Näherin, Krankenschwester oder Erzieherin arbeiten die jungen Menschen im Projekt mit, um etwas von der Unterstützung zurück zu geben.

Nun planen wir eine weitere Ausbildungsoffensive: Um auch höhere Bildungsabschlüsse und eventuell ein Studium unterstützen zu können, planen wir einen Fonds, aus dessen Mitteln hochbegabte, mittellose Kindern gefördert werden. Aktuell kommen dafür laut AFPD drei Jungen und drei Mädchen in Frage. Laut ihren Lehrern fallen sie im Unterricht durch ihre überdurchschnittlichen Leistungen auf. Da es sich bei dieser Bildungsinitiative um eine langfristige Maßnahme über viele Jahre handelt, sind wir auf regelmäßige, verbindliche Spenden angewiesen.

Die Gelder werden keinem Kind direkt zugeordnet, sondern speisen einen Topf, aus dem Schulgeld, Uniformen, Lehrmaterial und andere Kosten bestritten werden. Alle Spender bekommen regelmäßige Berichte der Vereinsleitung/Lehrer über die Fördermaßnahmen und die Entwicklung der unterstützten Kinder. Mit der Ausbildungsförderung gehen Verpflichtungen einher: Nach ihren Abschlüssen unterstützen die jungen Erwachsenen das Projekt über einen festgeschriebenen Zeitraum mit Ihrem KnowHow. Das sichert die Nachhaltigkeit dieser Maßnahme.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie als Förderer für diese Bildungsoffensive gewinnen könnten.

 

2-elias-joseph-gabrielDie drei Jungen sind (von links nach rechts):
– Elias, 12 Jahre (Besondere Fähigkeiten: Sport, Tischlerei, Konstruktion). Beabsichtigte Ausbildung: Architekt
– Gabriel, 11 Jahre (Besondere Fähigkeiten: Mathematik, Meditation). Beabsichtigte Ausbildung: Priester
– Joseph, 9 Jahre (Besondere  Fähigkeiten: Sprachen, Kommunikation, Singen, Pädagogik (Bereich Kindererziehung). Beabsichtigte Ausbildung: Rechtsanwalt

 

 

 

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Die drei Mädchen sind (von links nach rechts):
– Jolie, 14 Jahre (besondere Fähigkeiten: Mathematik, Computer, PC-Arbeit/Computer. Beabsichtigte Ausbildung: Krankenschwester)
– Anie, 12 Jahre (besondere Fähigkeiten: Sprachen, Kommunikation, Singen, Pädagogik (Bereich Kindererziehung). Beabsichtigte Ausbildung:                Lehrerin/Erzieherin
– Ruth, 10 Jahre (besondere Fähigkeiten: Zeichnen, Engagement in verschiedenen Bereichen). Beabsichtigte Ausbildung: Krankenschwester

Rapunzel - Hand in Hand

Förderung aus dem Hand-in-Hand-Fonds

Seit Bestehen unseres Vereins gehören das Naturkostunternehmen Rapunzel und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zu unseren wichtigsten Sponsoren. Das Allgäuer Unternehmen produziert Bio-Lebensmittel und führt beim Verkauf von vielen Produkten einen Fair-Handels-Beitrag ab.

Das Geld, das sich in diesem Hand-in-Hand-Fonds ansammelt wird ein- oder zweimal jährlich ausgeschüttet. Darüber entscheidet ein Gremium unter Leitung der Deutschen Umwelthilfe.

Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder von dieser Ausschüttung profitieren dürfen. Unser Partnerprojekt bekommt mit 5.000 Euro eine wertvolle Unterstützung. Das Geld wird wie im Bewilligungsantrag geplant für Arbeiten am Wasserprojekt, aber auch für alle weiteren Aktivitäten im Projekt eingesetzt. Denn nicht nur sauberes Trinkwasser ist wichtig. Die Frauen müssen beispielsweise neues Saatgut kaufen, Jungfische für die Teiche und neue Zuchtsauen. Durch den erhöhten Lebensmittelbedarf (die Arbeiter des Bauprojekts werden bekocht) muss die Landwirtschaft noch intensiver betrieben werden.

     

An die Freunde von Kisanga in Deutschland

Fastenessen in Grävenwiesbach: Eindrücke aus Kisangani 2015

Hier finden Sie einige eindrucksvolle Bilder aus dem Vortrag über den Stand der Dinge in Kisangani beim Fastenessen 2015. Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf die Bilder.

Wenn Sie Powerpoint besitzen, können Sie die gesamte Präsentation hier herunterladen.

An die Freunde von Kisanga in Deutschland

„An die Freunde von Kisanga in Deutschland“

Ein Dankesbrief aus Kisanga

Ein Dankesbrief aus Kisanga

Das neue Schulgebäude

Das neue Schulgebäude

Feierliche Einschulung

Feierliche Einschulung

Dieu Shu

Dieu Shu ist drei Jahre alt und hat im Zentrum ein neues Zuhause gefunden.

Die Kinder schauen sich das Video der Wiesbachschule an.

Die Kinder schauen sich das Video der Wiesbachschule an.

Jean macht eine Ausbildung zum Informatiker

Jean macht eine Ausbildung zum Informatiker. Im Januar 2016 hat er seine Abschlussprüfung.

Marie und Ani

Marie und Ani machen derzeit ein Schulpraktikum und arbeiten bereits in der Nähwerkstatt des AFPD mit. Sie legen Ihre Prüfung im April 2016 ab.

Mehr Unabhängigkeit: Der AFPD hat jetzt sein eigenes Laptop

Wochenlang kein Strom in Kisangani, geschlossene Internetcafés und sogar telefonisch konnte man niemand im Projekt erreichen. Um den Kontakt aufrecht zu erhalten kauften Exil-Kongolesen ihren Verwandten Computer und Drucker.

Das haben die Kisanga-Mitglieder dann auch beschlossen. Zum Glück konnten wir ein gebrauchtes, generalüberholtes Laptop inclusive französischem Betriebsprogramm relativ günstig kaufen, dazu kam noch ein Drucker. Ende September schickten wir das Paket zusammen mit weiteren wichtigen Dingen des Lebens wie Antibiotika per DHL via Belgien los. Etwa eine Woche später war das Paket da.